FLOW-paragliders FUSION-light (EN-C) (Stand: 4/21)


FUSION-light - it's a FUSION, but more light and a bit diffrent! (Stand 10.3.21)

Ja, nun gibt es den FUSION von FLOW-paragliders in zwei Versionen - einer leichten  und einer sehr leichten. Ueber Entscheidungshilfen zwischen der Standard- und Leichtversion lasse ich mich ja vorher schon aus (Link

Beim  FUSION-light begeistert sofort das geringe Gewicht der Kappe, das sich mit gängigen Leichtschirmen messen kann. Auch das Packmass ist kleiner, was  beim Packen angenehm auffällt. 

Beim FUSION-light kommen sehr leichte Traggurte zum Einsatz. Die Gurte sind verantwortlich für einen der markantesten Unterschiede gegenüber dem FUSION. Das handling der C-handles wird deutlich weicher, einerseits wegen dem geringeren Kappengewicht, vor allem aber weil die B-Ebene nicht über einen Gurt rutscht, sondern mit einer Rolle auf einer Dyneema-Leine geführt wird. Die Kräfte beim Ziehen der C-handles sind daher deutlich geringer, was besonders bei full-bar ein klarer Vorteil ist. Schau Dir die Gurte auf dem gleich unten folgenden Kurzvideo an.... Da kommt X-Alps feeling auf, wenn man die sieht ;-)   Sie verlangen andererseits am Startplatz 200% Aufmerksamkeit, sonst ist schnell was verdreht oder durchgeschlauft. Im Flug spielt das zum Glück wegen der grossen Flexibilität des Gurtes kaum eine Rolle, aber dennoch, darauf sollte man es nicht ankommen lassen.

 Der Schirm kommt dank dem leichten Tuch auch in ungünstigen Bedingungen sehr gut hoch und ist daher ein super Starter. 

Den FLOW FUSION-light  habe ich nun auch in starker Frühjahrsthermik (bis 7m) geflogen (siehe https://www.xcontest.org/switzerland/en/flights/detail:melchior/25.02.2021/10:32 und Vortag). Hat mir sehr gut gefallen! Der Schirm fliegt ruhig und stabil, ist agil und steigt gut. Wie auch beim FUSION hilft in der Thermik bei Windeinfluss das Gaspedal, um flüssiger zu drehen.  Der Schirm ist halt sehr nickstabil und zieht daher nicht immer so wie man das gerne hätte. Es hat alles Vor- und Nachteile. Mit einem leichten Tip auf den Beschleuniger kommt der nötige Biss! Dafür musst  Du beim  FUSION nicht damit rechnen, dass der Schirm "schiesst" - er bleibt in den allermeisten Situationen sehr "cool" und bleibt schön ruhig über dem Piloten. Schau Dir doch mal die super Testergebnisse des FUSION-light an! Bei der Grösse "S" z.B. hat es ein einziges C - such es!

Nun habe ich auch erstmals längere Passagen Vollgas geflogen. Das ist grundsätzlich herausfordernd, denn da muss man voll bei der Sache sein.  Aber der FUSION geht ab wie die Rakte, wenn ich von 2/3 (Bullet) auf voll beschleunige und das Gleiten ist prima... Da liegt noch was drin, um meinen Schnitt noch zu verbessern!

soweit für den Moment  Weitere Erfahrungen werden folgen und ich hoffe "Weite Flüge" ;-)

Funktionsweise des Traggurts (Beschleuniger, C-Handles)

Tips zum Fliegen mit dem FUSION-light

Analog zum FUSION hier meine wichtigsten Tips zum FUSION-light:


Tip 1 - Steuerleinengeometrie erlaubt Variation des Steuerverhaltens Schaut man beim Gleiten an die Hinterkante des FUSION, so sieht man, dass die äusserste Bremsleinenvergabelung (die zum Stabi führt) stärker durchhängt als die restlichen Bremsleinen.  
  • Bei einsetzendem Zug auf die Bremsleine (Armposition im 90°-Winkel) setzt  der Zug auf die Hinterkante nur im inneren 3/4 der Kalotte ein. Erst mit  weiterem Ziehen kommt dann auch auf den Stabibereich Zug. Der Flügel dreht so  flach und eher grossräumig (zumindest verglichen mit der nachfolgendem  Vorgehensweise) und bleibt über dem Piloten.  
  • Wird die Hand näher an den Kopf gezogen und der Winkel des Ellbogens somit  < 90°, so wird die äusserste Bremsspinne sogleich aktiviert und der Flügel  geht deutlich impulsiver in eine Drehbewegung. Dabei stürzt er auch  deutlich.

  • Mittlerweile habe ich es mir schon richtig angewöhnt, diese Eigenschaft des FUSION aktiv zu nutzen. Geht es um eine Beruhigung des Flügels im Geradeausflug oder das flache Drehen, so bleibe ich im 90°-Winkel. Will ich aber eine rasche Drehbewegung einleiten, um z.B. einen engen Schlauch zu zentrieren, so geht die Hand automatisch nach innen und dann aber "Hoppla!".


    - Soll die Drehung eng, aber nicht rasch erfolgen (also den Sturz vermeiden) so sollte auf der Aussenseite nach dem Einsetzen der Drehbewegung gestützt werden...

    - Die Drehbewegung tendenziell über den Aussenflügel steuern

    Tip 2 - Beschleuniger Nutzen


    Nur schon leichtes Beschleunigen bringt oftmals deutliche Unterschiede im Gleiten. Fokussiere beim Gleiten und Geradeausflug auf den Gleitwinkel und optimiere mit dem Beschleuniger! Ist Wind im Spiel kann es gut sein, dass Du gegen den Wind in der Thermik leicht beschleunigt wieder ins Zentrum vorstossen solltest. Ich benutze in der Thermik oft den Beschleuniger...


    Der FUSION-light lässt sich um full-speed sehr schön über die C-handles kontrollieren.

    Maiden flight mit dem FUSION-light

    Weiterführende Links

     

    Weitere Infos: